Abgase sind die bei einem Stoffumwandlungsprozess anfallenden, nicht mehr nutzbaren gasförmigen Abfallprodukte. Im allgemeinen Sprachgebrauch werden sie als Verbrennungsabgase bezeichnet, also die Abgase aus einer Verbrennung. Je nach dem textlichen Zusammenhang werden die Bezeichnungen Rauchgas, Rauch, Brandgase oder Abluft verwendet. Man nennt sie auch Aerosol (= ein Gemisch (Dispersion) aus festen oder flüssigen Schwebeteilchen und einem Gas).

Die meisten Abgase sind für Mensch und Umwelt schädlich und gefährdend. Für technische und industrielle Anlagen ist die Abgasreinigung üblich und anlagenbezogen auch gesetzlich verbindlich vorgeschrieben.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands im Jahr 1990 kam es in der Bundesrepublik zu einer deutlichen Verbesserung der Luftqualität. Viele stark umweltverschmutzende Betriebe in der DDR stellten ab dem Juli 1990 (Einführung der DM in der DDR) ihre Produktion ein; die Treuhandanstalt schloss später viele weitere.

Die EU-Luftqualitätsrichtlinie vom Mai 2008, die Einrichtung von Umweltzonen und die Verbreitung von Feinstaub-Plaketten haben seit etwa 2006 die Luftqualität in Ballungsräumen wieder mehr als zuvor ins öffentliche Bewusstsein gebracht. In Deutschland zahlte der Staat 2009 eine ‚Abwrackprämie‘ von 2500 Euro. Zwei Millionen Fahrzeuge wurden verschrottet (was mit fünf Milliarden Euro subventioniert wurde). Die Auswirkungen auf die Umwelt gelten als gering.

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